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Autismus

1983 wurde unser zweiter Sohn geboren. Als er 18 Monate alt war, begannen wir, uns Sorgen über die (fehlende) emotionale Bindung zwischen ihm und uns zu machen. Später haben wir herausgefunden, dass er autistisch ist. Im Alter von eineinhalb bis acht Jahren war seine Entwicklung insgesamt gleich Null oder sogar negativ.

Nur diejenigen, die selbst ein “low functioning” autistisches Kind grossgezogen haben (oder dabei sind, es grosszuziehen), können sich vorstellen, was wir in diesen Jahren durchgemacht haben: Angst, Verweigerung, Sorge, Hoffnung, Enttäuschung und Unsicherheit. Wir haben das niedliche blonde Kind verloren, das wir zu haben glaubten und konnten doch nicht trauern. Das autistische Kind verdient Liebe und Respekt, keine Trauer.

Es ist eine grosse Herausforderung: Ein Kind zu lieben, das keine Verbindung zu einem selbst oder irgendjemandem sonst aufnimmt. Etwas zu respektieren, was man nicht versteht. Von ganzem Herzen eine warme Verbundenheit zu jemandem aufzubauen, der dies nicht haben zu wollen scheint und der einen dazu bringt, sich, als ganz natürliche Reaktion, traurig und unbehaglich zu fühlen.

Dank Dr. Karl Ludvig Reichelt vom Riskhospitalet in Oslo zählen wir uns heute zu den glücklichsten aller Eltern.

Als unser Sohn acht Jahre alt war, erfuhren wir von einer neuen Behandlungsmethode, die zu einfach schien, um Erfolg haben zu können. Wir waren skeptisch, zögerten, aber wir haben es versucht. Danach haben wir niemals zurückgeschaut ohne uns schaudernd zu fragen, was uns entgangen wäre, wenn wir diese Gelegenheit nicht genutzt hätten.

Wir haben unseren Sohn nicht “zurückbekommen”. Wir haben ihn nach Vorn gebracht. Nicht dahin, wo er hingekommen wäre, wäre er nicht krank geworden - wo immer das wäre. Aber er hat einen grossen, sehr grossen Schritt in unsere Richtung gemacht. Er “nimmt Verbindung auf”. Er nimmt mit nahezu jedem leicht und fröhlich Kontakt auf. Er spielt. Er spricht. Er arbeitet sogar. Er ist selbständig in seiner Körperpflege. Er fühlt Schmerz und Liebe und erzählt uns davon. Er ist kein ängstlicher Fremder mehr, und er macht uns keinen Angst. Er ist die geradeheraus ehrlichste, positivste Person, die wir kennen. Es ist nichts Böses in ihm.

Wie das passierte? Lesen Sie www.internationallaw.no/GFCF_results