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Miteigentümer innerhalb einer Familie ...und anderswo Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder...Freunde sind...Gleich behandelt werden...Brüderlich miteinander teilen? Grundstücke und anderes Eigentum teilen? Können Geschwister Miteigentümer sein? Warum nicht? Manchmal geht es gut. Manchmal geht es ziemlich lange gut. Aber alle Miteigentümer werden früher oder später auseinandergehen. Viele kommen dabei nicht mit heiler Haut davon. Dies hat mehrere Ursachen. Hauptproblem Nr. 1: Das Gleichheitsprinzip. Familieneigentum beruht gewöhnlich auf dem Prinzip, dass alle Parteien das gleiche beisteuern. Geschäfte beruhen auf einer anderen Idee: Die Parteien sollen verschiedene Dinge einsetzen. Für beide soll der Tausch positiv sein. Wenn dieses Tauschverhältnis keinen oder einen negativen Effekt hat, stehen die Geschäfte still. Kann man nicht gleich teilen? * Es kann ausgezeichnet funktionieren, den Gebrauch einer Sache zu teilen. * Wenn man aber versucht, Verantwortung auf zwei Parteien zu verteilen, bleibt oft für jeden nur 1%. Dieses Problem trifft alle Miteigentümer, sowohl innerhalb der Verwandtschaft als auch anderswo. Manche Miteigentümer schaffen es, mit der “Kleinlichkeit” oder “Unverantwortlichkeit” der anderen auszukommen. Andere schaffen das nicht. Die Lösung, wenn es denn eine Lösung gibt, liegt darin, sich über das Gleichheitsprinzip hinwegzusetzen. * Vermeiden Sie soweit dies möglich ist, Tischlerarbeit mit Malerarbeit zu vergleichen. Es ist natürlich unendlich viel leichter, den eigenen Einsatz zu bemerken, als den des Miteigentümers. *Versuchen Sie nicht, Abrechnungen über Dinge zu erstellen, die Sie gemeinsam benutzen. Wer hat am meisten Brennholz verbraucht? Wer am meisten Gas? Wer hackt das meiste Holz? Vergessen Sie das! Hauptproblem Nr. 2: Verwandtschaft. Sind Familienangehörige Miteigentümer so sind sie besonders empfänglich für ein anderes Problem. Dieses wirkt neben dem Hauptproblem Nr.1 und kann dessen Effekt um ein Vielfaches verstärken. Die Sache ist ganz einfach die, dass man sich von Geschwistern/Verwandten ein bisschen mehr erwartet als von Fremden. Und sollte man das nicht auch? Natürlich. Aber diese Theorie kann auf zwei Arten in die Praxis umgesetzt werden: positiv oder negativ. 1)+ Ich muss mich gegenüber meinen Geschwistern und Verwandten freundlicher und grosszügiger verhalten als gegenüber anderen. 2)- Meine Geschwister und Verwandten müssen sich mir gegenüber freundlicher und grosszügiger verhalten (als geegenüber anderen). Wenn sich Miteigentümer innerhalb einer Familie diesem zweiten Stadium nähern, merkt man das auf verschiedene Weise. * Einige zeigen ein auffallendes Interesse dafür, was alle anderen zum gemeinsamen Wohl beitragen. * Andere zeigen Abscheu darüber, wie kleinlich und genau alle anderen in letzter Zeit geworden sind. * Alle haben gute und im grossen und ganzen richtige Erklärungen für den Teil der Verrantwortung, den die anderen für den Streit tragen. Manchmal geht es sehr gut. Man darf dies nur nicht als gegeben hinnehmen. Man muss vorbereitet sein. Dann lässt sich den Problemen vorbeugen. * Auch Verwandte sind Menschen. Denken Sie daran. Die beste Chance, sie dazu zu bringen tolerant und grosszügig zu sein, ist es, ihnen in gleicher Weise zu begegnen. * Selbst gute Freunde haben sich ab und zu unangenehme Dinge zu sagen. Es ist besser, dies klar und deutlich und früh zu tun, als die Frustrationmit der Zeit immer grösser werden zu lassen. Markieren Sie Ihre Grenzen und übertreten Sie dabei nicht die der anderen. * Und wie gesagt: Vergessen Sie das Gleichheitsprinzip. Setzen Sie ruhig einen Vertrag auf. Die Parteien sollten erwägen, einen Vertrag über das Miteigentum aufzuseetzen. 1. Das sollte getan werden, solange noch eine positive Stimmung unter den Miteigentümern über das Eigentum und die Art, wie alles funktionieren sollte, herrscht. 2. Hauptpunkt im Vertrag sind die Eigentumsverhältnisse (Anteile), Bestimmungen über Mehrheitsbeschlüsse, Teilung der Ausgaben, Unterhalt, Zusatzkosten und die Vertretung nach Aussen. 3. Sorgen Sie für eine ordentliche Aufteilung der Verantwortung, z.B. so dass einer alle Arbeit macht und ein anderer alle Rechnungen bezahlt. Die Zusammenarbeiten sollte am besten nicht auf einer “Gerechtigkeitslogik” beruhen, nach der Arbeit / Einsatz verschiedenster Art, Menge oder Qualität gegeneinander aufgerechnet werden. 4. Seien Sie darau vorbereitet, dass keine Miteigentümergemeinschaft ewig lebt. Nach einiger Zeit wird einer der Miteigentümer sein Kapital freisetzen wollen, um es für etwas anderes zu benutzen. Denken Sie dies im Voraus durch und machen Sie genaue Pläne, wie Sie in einer solchen Situation vorgehen wollen. Keiner der Miteigentümer soll das gemeinsame Eigentum als Gefängnis erleben. Etwas über restriktive Klauseln. Manchmal ist zu beobachten, dass Verwandte / Miteigentümer in bester Absicht Vertragsklauseln zu gegenseitigem Vorteil einbauen. Dabei kann es sich um verschiedene Arten von Vorkaufsrechten oder Angebotspflichten handeln, oft mit unbestimmten Regeln über Preise und andere Vorteile, die denen zugute kommne sollen, die zunächst versetzt werden. Ich habe jeden Respekt vor den guten Absichten, die hinter solchen Abmachungen liegen. *Manchmal haben sie die gewollte Wirkung, zum Wohl der Verwandtschaft oder Famile *In anderen Fällen sind es vor allem die Anwälte, die sich an ihnen erfreuen können. Nach einiger Zeit, wenn die Verhältnisse sich verändert haben, können solche Klauseln Anlass für unglaubliche Streitigkeiten sein. Wenn diese ausgelöst werden, können jahrelange Kämpfe entstehen. Wenn nicht schon eher, so geschieht dies tendenziell beim nächsten Generationswechsel, wenn das geschwisterliche Verhältnis durch ein solches zwischen Cousins und Cousinen abgelöst wird. Was Anwälte beitragen können. Die meisten Anwälten kennen die beschriebenen Probleme aus langer Erfahrung. Sie können Ihnen helfen, sich die Gefahren bewusst zu machen und einen passenden Vertrag aufsetzen. Sie sollten auch Ratschläge geben können, wenn sich die Konflikte aufbauen. Lassen Sie die Konflikte nicht über lange Zeit immer grösser werden. Die “Scheidung” wird teurer und schmerzvoller, je länger man damit wartet, die Situation zu klären und klare Regeln aufzustellen. |