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Surfen auf Eis und Schnee: Ein unschlagbarer Winterspass! Wintersurfen ist Abfahrtslauf auf ebener Erde. Ohne Skilift und Warteschlange.Wintersurfen bedeutet 3000 Meter in weniger als drei Minuten zurückzulegen ohne ausser Atem zu kommen. Wintersurfen bedeutet auf der Stelle kehrt zu machen, Hügel hinauf und quer über Ebenen zu fahren und die anderen wie kleine Punkte in der Ferne zu sehen. Wintersurfen ist der Sport, der alle Vorurteile gegenüber dem Winterwetter auf den Kopf stellt: Je stärker der Wind ist, desto lustiger wird es (bis zu einem gewissen Grad). Der Beginn
Glücklicherweise stand ein Weidenbusch ganz in der Nähe. Ich schnitzte mir ein paar lange Hölzer zurecht und spannte damit das Seil. Dann nur noch zurück auf das Eis, diesmal gegen den Wind. Einige Sekunden später war ich “hektet”. Ich sauste über die Fjorde und durch den Sund, um die Inseln herum und in die Buchten, mit und gegen den Wind und in einem Tempo, von dem ich vorher nur träumen konnte. Es war nicht anstrengend und nicht schwierig. Es war einfach herrlich. Selbstgemachte und “Profi-” Ausrüstung
Deshalb entschied ich mich für die Anschaffung eines finnischen “Vingeseil”. Das ist ein vollkommen professionelles Segel, gebaut wie ein kleiner “hangglider”. Es steht unter allen Bedingungen felsenfest im Wind. Mit diesem Segel hatte ich viele meiner allergrössten Natur- und Geschwindigkeitserlebnisse. Geschwindigkeit und Spannung und ein bisschen mehr
Abends surfen
Selten habe ich solche Kontraste erlebt wie an dem Abend. Die Natur schlief; trotzdem hat sie mich mit einer Geschwindigkeit davongetragen, die Johan Olav Koss den Atem genommen hätte. Das Land und das Eis waren gleichzeitig hart und brutal und bedeckt von dem schönsten, seidenweichen Neuschnee. Das Schneetreiben hat an Land alle Konturen verwischt, zeichnete sich aber gleichzeitig klar und deutlich wie weisse Streifen von dem dunklen Segel ab. Hei, wie das lief! Das Segel war voller Kraft, zog aber so gleichmässig, dass ich über weite Strecken die Arme hängen lassen und nur auf einem Schlittschuh fahren konnte. Vor mir eine unberührte weisse Fläche so weit das Auge reichte. Hinter mir ein einzelner schmaler Streifen. Eine Schlittschuhspur, die in der Dämmerung verschwand, hinein in die Erinnerung an einen fantastischen Abend. Auch in den Bergen
Wenn Sie erstmal auf den Geschmack gekommen sind, warten Sie ungeduldig auf die Tage, an denen andere Skiläufer sich drinnen aufhalten und über das Wetter stöhnen. Die Wenigen, die sich hinauswagen, erleben den Wind als mächtigen Gegner. Ein Hindernis. Für Sie ist er dann zu einer kostbaren Ressource geworden: Quelle des intensivsten Winterspasses, den Sie sich wünschen können. Zu Luft und zu Wasser
Ich habe auch herausgefunden, dass normale Abfahrtski als Wasserski völlig in Ordnung sind, wenn man schneller als 50 km/h fährt. Dies begann an einem dunklen und stürmischen Tag, als der Regen waagerecht herungerkam und sich in grossen Pfützen auf dem Eis gesammelt hat. Solche Pfützen können sowohl 10 als auch 20 cm tief sein und normalerweise muss man um sie herumfahren. Aber an dem Tag war das nicht notwendig! Nur schade, dass man nicht auch im Sommer so segeln kann..... Warum ist der Sport nicht weiter verbreitet?
Ein anderer Grund könnte sein, dass damit kein Geld zu holen ist. Es gibt (hierzulande) keine Wettbewerbe, also keine Sponsoren und kein Medieninteresse. Somit wissen die Leute nicht, was ihnen entgeht. Ein drittes Problem ist, dass man grosse Flächen mit freiem Wind braucht, also eisbedeckte Binnenseen oder offenes Land. Beides gibt es, aber wenige Leute wissen, wo man gut fahren kann und wo nicht. |
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“Skiseil” gegen “Skimbat”: Das Surfen auf Eis und Schnee beginnt sich langsam auszubreiten. Viel zu langsam, meinen einige. Weil es so viel Spass macht! Das amüsanteste, was man mit Skiern an den Beinen und einem Segel in den Händen anfangen kann. Es gibt 4 bis 5 verschiedene Konzepte, aber (wahrscheinlich) nur 2, die in Zukunft hierzulande allgemein in Gebrauch genommen werden werden. An einem Februarabend haben sich diese beiden auf dem Vansjø in Østfold getroffen. Zwei Konzepte
Die beiden, die sich im Februar getroffen haben, waren ein norwegisches fallskjerm-Modell (“SkiSeil Kompakt m/flaps”) und ein finnisches Vingseil (“Skimbat”). Beide Surfer waren erfahren, aber nur jeweils mit der eigenen Ausrüstung. Beide waren gespannt darauf, die Ausrüstung des anderen zu sehen und auszuprobieren und ein kleines Wettrennen zu fahren. Es wurde ein lehrreicher Abend. Ungleiches Wettrennen
* Der Wind war leicht und unregelmässig, so dass es zeitweise schwierig war, den “Fallschirm” aufrecht zu halten. Diese Probleme hatte das “Vingseil” nicht. Unabhängig vom Wind hat es immer die gleiche Aerodynamische Form. * Das Eis war spiegelglatt. Beide Mitstreiter benutzten Schlittschuhe. Wenn die Bodenreibung gleich Null geht, beschleunigt man immer mehr bis der Widerstand des Windes gleich der Triebkraft ist. Das bedeutet mit anderen Worten, dass der Wind immer (fast) von vorn kommt, egal in welche Richtung man surft. Diese Verhältnisse sind ideal für “Skimbat”, aber am Rande dessen, wofür das “SkiSeil” konstruiert ist. .Ungleiche Segelfläche und Form
“SkiSeil” hat eine Fläche von 11 qm. Das ist am günstigsten, wenn es bergauf geht oder auf schwerem Untergrund. Je stärker man mit diesem Seil gegen den Wind fährt, umso mehr Wind von der Seite hat man. Es kommt zu einer grossen Kraftentfaltung aber begrenztem Vorwärtskommen. Beide können sehr schnell werden
Bei starkem Wind benutzt man immer Telemark- oder Abfahrtski, egal auf welchem Untergrund man fährt (Schnee oder Eis). Sonst kann man auch Schlittschuhe oder ein Snowboard banutzen. Mit Abfahrtskiern kann man auch auf Wasser surfen. Ich habe das ausprobiert, als Wasser auf dem Eis war und es ging ausgezeichnet! Beide Segel sind gut für Tricksprünge geeignet. Nicht besonders schwer oder schwierig
Das Vinseil hat grössere Kontrollmöglichkeiten und kann daher auch grössere Turbulenzen aushalten. Es ist, falls notwendig, auch bei einem Angriffswinkel von Null Grad noch stabil. Der Fallschirm ist schwieriger zu “neutralisieren”. Er ist entweder “oben” oder “unten”. Viele Anfänger glauben, dass man das Vingseil “tragen” muss. Das ist nur bei Windstille richtig. Sobald der Wind eine Geschwindigkeit von über 2-3 m/sek erreicht hat, fliegt es von selbst. Die Kraft benutzt man, um zu steuern und um es unten zu halten. Nicht oben. Ist das gefährlich?
Welches ist “das beste” Segel?
* “SkiSeil” findet in einem kleinen Beutel Platz und ist daher in der praktischen Zugänglichkeit bei Ausflügen überlegen. Es ist ebenfalls überlegen wenn die Umgebung zu ihrem Recht kommt, also bei richtig schwerem Untergrund oder wenn es steil bergauf geht. * “Skimbat” ist effektiver und gibt bessere Kontrollmöglichkeiten bei starkem oder ungleichmässigem Wind, es macht sich aber aufgrund des kleinen Segels am besten entweder auf flachem Land oder bei starkem Wind. Weitere Berichte: www.skiseil.nowww.skywings.fi
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